Kleider machen Karriere

Die Weichen für Ihren beruflichen Erfolg stellen Sie selbst – und zwar zwischen 6:00 und 7:30 vor dem Kleiderschrank. Was ziehen Sie an zum Meeting, zum Kundentermin, zur Präsentation? Täglich grüßt der schwarze Hosenanzug und verbreitet in Kooperation mit seiner Partnerin, der ewigen weißen Bluse, manchmal schon am frühen Morgen Langeweile. Möchten Sie auch mal etwas Individuelleres, etwas Weiblicheres tragen? Gute Idee! Wenn Sie sich von der Masse der tristen Hosenanzüge abheben, stärkt das Ihre Position auch im Job. Dann können nämlich Chefs, Kollegen und Geschäftspartner direkt sehen, dass Sie etwas Besonderes sind! Der Business-Dresscode bietet Ihnen genügend Spielraum, optische Alleinstellungsmerkmale zu entfalten. Lesen Sie hier, wie Sie in vier Schritten Ihren kleidungstechnischen USP entwickeln.

1. Sondieren Sie den Markt
Suchen Sie als erstes Alternativen zum Me too-Produkt Hosenanzug bzw. Kostüm. Möglichkeiten sind zum Beispiel Röcke oder Hosen mit Bluse und Weste. Den herkömmlichen Blazer können Sie durch ein kleines Jäckchen mit einem ausgefallene Schnitt ersetzen. Bürotauglich – und trotzdem feminin – sind auch klassisch geschnittene Kleider. Ärmellose Kleider können toll mit Bluse oder einem feineren Shirt kombiniert werden. Wenn Sie darüber dann noch eine Jacke mit kurzen oder dreiviertellangen Ärmeln tragen, haben Sie ein spannendes, extravagantes Outfit, das immer noch allen Regeln des Dresscode am Arbeitsplatz entspricht. An heißen Sommertagen kann auch eine schön geschnittene Bluse offen über einem Top getragen werden.

No go: Bermudas! Selbst dann nicht, wenn man im Geschäft einen passenden Blazer dazu reicht und Ihnen das Gespann als Kostüm verkaufen will. Egal, aus welchem Stoff sie gemacht sind: Bermuda-Shorts erinnern immer an Strandurlaub oder Safari-Lodge.

2. Setzen Sie eigene Akzente
Bringen Sie jetzt neue Töne in Ihre Garderobe. Die Basis-Teile müssen nicht zwingend schwarz, grau oder dunkelblau sein. Ziehen Sie auch mal ein dunkles Lila oder Blaugrün und im Sommer etwas Helles in Betracht! Einzelne Teile wie Blusen, Tops oder ein Rock gehen auch in Gelb, Pink oder Royalblau. Vielleicht machen Sie auch eine bestimmte, ungewöhnliche Farbe zu Ihrem Markenzeichen?

No go: Von Kopf bis Fuß in Knallfarben; Farben, die Ihnen nicht stehen und Sie müde aussehen lassen.

3. Arbeiten Sie Ihre Stärken heraus
Sie sind eine Frau, das darf man auch sehen. Die Kleidung kann figurnah sein, sollte aber nicht knalleng sitzen. Arme, Beine vom Knie abwärts und Teile des Dekolletees dürfen gezeigt werden. Beachten Sie dabei aber folgendes: Die Gesamtmenge der freigelegten Körperteile sollte nicht zu groß sein! Das bedeutet in der Praxis: Zum ärmellosen Kleid besser ein hochgeschlossener Kragen, zum größeren Ausschnitt Ärmel und einen längeren Rock bzw. eine Hose. Achten Sie auch unbedingt darauf, Kollegen oder Geschäftspartnern keine körperlichen Schwachstellen zu präsentieren. Knübbelchen am Knie oder kleine Dellen in den Oberarmen machen Sie in den Augen dieser Menschen nicht liebenswerter, sondern nur verletzlicher.

No go:  Brustansätze zeigen. Machen Sie den Test vor dem Spiegel: Ziehen Sie das Oberteil Ihrer Wahl an und beugen Sie sich Zentimeter für Zentimeter nach vorn. Wenn Sie in der Waagerechten angekommen sind und immer noch alles gut verpackt ist, dann können Sie das Teil im Job anziehen!

4. Bieten Sie Mehrwert
Jetzt kommen die Accessoires ins Spiel: Dabei können Sie Ihre Individualität ausleben. Schmuck darf extravagant, verspielt und auch einmal etwas größer sein. Das gleiche gilt für Schals und Tücher, mit denen können Sie außerdem schöne Farbakzente setzen. Ein allzu strenger Hosenanzug wird übrigens mit einer dezenten Rüsche an der Bluse, einer verspielten Brosche oder einer langen Kette gleich viel persönlicher und weiblicher.

No go: Fransentaschen, Hippieketten, Nietengürtel. Sie arbeiten in Hannover, Essen oder Böblingen, Ibiza ist leider anderswo …

Sie sehen: Es gibt jede Menge Möglichkeiten, auch im Job einen individuellen und femininen Kleidungsstil zu pflegen. Wichtig ist natürlich auch dabei, sich das herauszusuchen, was Ihnen persönlich steht. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!