Clutch und Tratsch

Besitzen Sie eine Clutch? (Das sind diese kleinen Handtaschen, die wie Pralinendosen oder etwas größere Portemonnaies aussehen und bei denen der Henkel entweder Purismus oder einer Sparmaßnahme zum Opfer gefallen ist.) Sind Sie außerdem ein Kontrollfreak? Dann dürften Sie es schwer haben. Haben Sie schon mal überlegt, was mit so einer völlig losgelösten Tasche alles passieren kann? Natürlich, sie kann im Restaurant oder an der Bar liegenbleiben, mit Geld, Schlüssel, Lippenstift und Glückskeks drin. Aber denkbar ist noch viel Schlimmeres …

Szenario 1: Disco oder Tanzparty
Nach einem schlechten Lauf mit monotoner House-Musik spielt der DJ Katy Perrys „Roar“. Sie knallen das kleine Hartschalen-Etui, das Sie eigentlich schon den ganzen Abend genervt hat, auf den Stehtisch und stürmen mit strahlenden Augen die Tanzfläche. In der Zwischenzeit macht sich der Kellner über den verlassenen Stehtisch her … Glauben Sie, dass einer, der gewohnheitsmäßig halb volle Gläser mitnimmt, beim Aufräumen vor etwas halt macht, das im Dunkeln wie eine Butterbrotdose aussieht?

Immer schön festhalten!

Immer schön festhalten!

Szenario 2: Networking-Event
Am anderen Ende des Saals sehen Sie Herrn Dr. Stahlmann, dem Sie Ihre brandneue, einzigartige Software zur Steuerung von Metallverspanungs-Maschinen verkaufen wollen. Sie lassen Champagner, Essen und Clutch liegen, stürzen zu Dr. Stahlmann, wickeln ihn ein – und er beißt an! Eine Stunde später stellen Sie fest, dass Ihre Tasche weg ist. Da fällt Ihnen ein: Der Programmierplan war da drin! Ach ja, und dieses Event wurde ausgerichtet vom Bundesverband deutscher Software-Entwickler!

Szenario 3: Mikroben-Biotop
Eine Dame spricht nicht darüber, aber dennoch gibt es sie an den gediegenstes Orten: Ungepflegte Toiletten. Eine Clutch lässt sich weder an der Türklinke noch an einem Haken aufhängen …

Eine Clutch ist eine Tasche, die immer schön umklammert sein will, „to clutch“ heißt nicht umsonst auf Deutsch „fest greifen“ oder „packen“. Aber ist so eine Tasche wirklich gut für eine intelligente Frau mit Zielen? Immer ist ein Teil des mentalen Arbeitsspeichers belegt mit dem GPS-Programm zur Taschen-Ortung. Wenn Sie aber etwas Gescheites sagen wollen, im richtigen Moment und mit starken Gesten, dann brauchen Sie den Support von Ihrem ganzen Kopf und beiden Händen! So gesehen knabbert die Clutch an unserer Kompetenz. Verschwörungstheoretikerinnen würden sagen: Diese Tasche haben sich Männer ausgedacht!

Deshalb empfehle ich als Stilberaterin allen Frauen, die nach oben wollen, eine barrierefreie Handtasche: eine Umhängetasche oder noch besser eine Crossover-bag. Damit haben Sie größtmögliche Bewegungsfreiheit, die können Sie nie verlieren – und Sie können sich notfalls auch damit prügeln!


Gute Farben, schlechte Farben

„Grün hebt“, „Apricot schmeichelt dem Teint“ und „Indigo steht einfach jeder Frau“ – das sind Sätze, die ich einst von Tante Jenny gehört oder kürzlich im Modeteil von Frauenzeitschriften gelesen habe. Wenn zwei so unterschiedliche Quellen jeweils pauschale Regeln über Farben aufstellen – und das mit Überzeugung und über Jahrzehnte ungebrochen – heißt das dann, dass solche Urteile stimmen?

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Schlechte Farben für mich …

Apricot ist gefährlicher als Sie denken …
Aus meiner Sicht als Farbberaterin handelt es sich bei den zitierten Sätzen um zwei falsche und eine – fast – richtige Aussage. Am falschesten ist das mit Apricot. Sicher, die meisten von uns hätten gerne zart schimmernde Wangen wie Wonneproppen Katy Perry in einem Hauch von Trockeneisnebel. Der Umkehrschluss aber – also zu hoffen, dass eine Bluse in Apricot für ebensolche Wangen sorgt, ist heimtückisch! Bei den meisten Menschen bewirkt sie nämlich das Gegenteil, sie lässt die Haut fahl und die Augen müde wirken. Warum? Das liegt an dem hohen Gelbanteil dieser Farbe, der ist für die Mehrheit von uns leider nicht das Gelbe vom Ei (siehe auch Foto links).

Ziemlich wahr ist hingegen der Satz über Indigo, jenes tiefe, matte Blau mit einem Schuss Violett. An fast allen Frauen und Männern in Mitteleuropa sieht es einigermaßen, und an vielen sogar richtig gut aus. Mit Grün ist das dann wieder so eine Sache. Erst einmal stellt sich die Frage: Was für ein Grün haben wir vor uns? Hell, dunkel, gelblich oder bläulich? Die Unterschiede können für das Individuum verheerend sein …

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Gute Farben für mich!

Die richtigen Farben machen 3 bis 5 Jahre jünger
Des einen gute ist des anderen schlechte Farbe. Wenn Sie herausfinden wollen, welche Ihnen wirklich stehen, dann hilft eigentlich nur eine professionelle Farb-Analyse. Aber – ich verrate Ihnen hier, wie Sie sich auch ein wenig selbst helfen können: Achten Sie in verschiedenfarbigen Kleidungsstücken auf Unterschiede im Gesicht. In welcher Farbe strahlen Augen und Haut frischer? Und kann es vielleicht sein, dass Sie beim Tragen von manchen Blusen, Shirts oder Pullis plötzlich Schatten unter Ihren Augen entdecken? Oder eine harte Linie rechts und links zwischen Nase und Mund (Fachbegriff: Nasobialfalten)? Keine Sorge, das ist nicht der wahre Zustand Ihres Gesichts! Es liegt auch nicht am Streß oder dem Alter. Es ist die Farbe, und zwar die falsche! Die richtigen Farben machen 3 bis 5 Jahre jünger, verleihen Ihnen Präsenz und Frische. Sie lassen kleine Schönheitsfehler in den Hintergrund treten – und alle Tanten und Pauschal-Experten, die behaupten „Apricot schmeichelt dem Teint“ einfach verstummen!


WM-Kick fürs Outfit: Bunte Schuhe!

Tolle Körper hatten sie ja schon immer: Bei Weltmeisterschaften kicken sich unsere Jungs regelmäßig auf die vorderen Plätze. Seit einigen Jahren können Fußballspieler aber auch immer besser sprechen – wohlgeformte, vollständige Sätze mit bedenkenswerten Inhalten. Sie waren also auf dem besten Weg, einen ganzheitlichen Sex-Appeal zu entwickeln … bis ihnen jemand (ein Mannschaftsarzt?) diese uncoolen Stützstrumpfhosen verordnet hat. Zum Glück gibt es weiter unten am Spielerkörper einen neuen Lichtblick: Die Schuhe! Neongelb, Orange, Pink, Giftgrün tanzen sie als Leuchtpunkte über den Rasen. Wenn die Kamera das ganze Spielfeld zeigt, gibt das wirklich ein sehr lebhaftes, dynamisches Gesamtkunstwerk. Am besten gefällt es mir, wenn die Mannschaften schwarze oder weiße Trikots tragen dürfen: Elegant und – Gott sei Dank – cool!

Wie geht alltagstaugliches Styling für Neon-Sneakers?

Schuhe: adidas

Schuhe: adidas

Die schöne und aufregende Zeit der WM wird bald vorbei sein. An bunten Laufschuhen und Sneakers können wir hingegen festhalten. Sie sind auch in unserer Alltagswelt ein breiter Trend. Aber zu wem passen eigentlich bunte Turnschuhe? Und – noch spannender – wie kombiniert man sie? Turnschuhe in Neonfarben sind natürlich toll für sportliche Typen, zu Cargo-Hosen, Chinos, Shorts und Jeans-Röcken. Klassische, puristische und elegante Stiltypen können sie als witzigen Kontrapunkt zum Etuikleid oder Nadelstreifenanzug einsetzen. Damit machen Sie Ihre Outfits lässiger und Sie zeigen Fähigkeit zur Selbstironie. Bei romantischen Outfits (Blümchenmuster, Rüschchen, Zuckerbäcker-Spitze) sorgen neonbunte Laufschuhe für Ent-Niedlichung. Die Botschaft lautet dann: Sehr her, ich bin zwar süß, kann aber trotzdem laufen und treten! Kurz: Bunte Turnschuhe sind ein hervorragendes Tool für Stilbrüche. Voraussetzung: Der oder die Träger/in ist mindestens 1,70 m groß. Warum das? Die auffälligen Schuhe lenken den Blick des Betrachters nach unten und das bewirkt leider eine verkürzende Wahrnehmung der Gestalt. Kleine Menschen sollten eher für eine optische Streckung sorgen durch Schuhe, die Ton in Ton mit den Beinkleidern verschmelzen.

Manchmal ist jedoch Streckung das Wichtigste …
Apropos Streckung: Sprechen verbraucht weniger Kalorien als Fußballspielen. Das sehen wir zurzeit an Olli Kahn, der sich offenbar ganz auf die Disziplin der Wortfindung verlegt hat. Moderator Kahn zeigt Eloquenz, Humor – und eben eine kleine Bauchwölbung. Letztere versteckt er aber geschickt mit Hilfe von Farbkontrasten. Er trägt entweder ein helles Shirt zum dunklen Jackett oder umgekehrt. So entsteht eine streckende Längsteilung, die schlank macht. (Mehr dazu unter Schlank aus dem Schrank.) So bleibt sprechender Fußball sexy!


Jenseits von Afrika

Wer hat Angst vor Tiermustern? Obwohl in diesem Sommer ein Trend, wird doch nur zögerlich zu Zebra, Leopard, Krokodil oder Schlange gegriffen. Als wären die Teile mit solchem Druck zu schnell, zu bissig oder gar giftig. Stilistisch betrachtet ist ein Leoparden-Shirt aber höchstens so gefährlich wie eine karierte Bluse, die steht nämlich auch nicht jedem! Die animalische Zeichnung eines durchsetzungsstarken Tiers ist jedenfalls sexier und bietet erheblich mehr Variationsmöglichkeiten für verschiedene Stiltypen.

Wenn Ethno in der Großstadt ankommt

In naturgetreuer Form passen Tiermuster sehr gut zu Frauen (und Männern!) vom Ethno-Typ. Diese Menschen haben oft wellige Haare, eine matte Haut und gegebenenfalls Sommersprossen. Sie werden von Raubtieren weder gejagt noch gefressen, sondern in ihrer Ausstrahlung perfekt umschmeichelt. Schmuck aus unbearbeiteten Steinen macht den Look für sie komplett.

Auf Seide gedruckt und mit klimpernden Goldschmuck garniert, wird das Tiermuster hingegen zum luxoriös-elegantem Stoff für Gucci-Gören und Moschino-Mädels. Und richtig extravagant sind die Tiere mit Verfremdungseffekt: Wenn zum Beispiel der Leopard zum Chamäleon wird, seine Farbe ändert und sich in strahlendem Türkis anschleicht. Oder wenn die typischen Zeichnungen von Schlange oder Luchs grafisch bearbeitet sind, d. h. in der Größe verändert, egalisiert oder mit anderen Musterelementen vermischt werden.

Zebras lieben Taraneh

Zebras lieben Taraneh

Eingewebte Metallic-Fasern können zusätzlich für Glamour sorgen. So kommen Tiermuster wirklich raus aus Afrika und in westlichen Großstädten an.

Das Muster spricht mit dem Gesicht

Worauf sollten Sie achten, wenn Sie sich ein Tiermuster aussuchen? Dass die Struktur des Musters korrespondiert mit Ihren eigenen Körperstrukturen, vor allem der Haut und der Haare. So passt zum Beispiel ein Zebra-Muster – wie bei Taraneh Khamaneh im Bild links – gut zu Mandelaugen und glatten Haaren, die an den Spitzen ganz leicht wippen. Das Beispiel von der 1,56 m großen Mode-Design-Studentin (Mantel: Eigen-Entwurf, Tasche: Michael Kors, Schuhe: H&M, Schmuck: Türkei/Bazar) zeigt auch, dass sogar große Tiermuster an kleinen Frauen funktionieren können. Bedingung: Es handelt sich um einen einfachen, klaren und durchgehenden Schnitt ohne Schnickschnack.

Sie sehen: Das passende Tierchen ist ein wahres Pläsierchen! Also: Anlocken, Füttern, Hätscheln und nicht zu lange in den dunklen Kleiderschrank sperren!

Wichtiger Hinweis: Nicht als Tiermuster im hier besprochenen Sinne gelten aufgedruckte oder aufgestickte Wolfstatzen auf Outdoor-Kleidung. Die sind ein Logoprint und dienen als Erkennungszeichen für Wanderer, die gerade eine Styling-Auszeit nehmen.


Durch die schwarze Brille

Schon seit langem treibt sie sich in deutschen Gesichtern herum – die schwarze Brille. Wie ein gut angepasster Virus verwandelt sie dabei immer wieder ihre Gestalt: Bei ihrem ersten Auftreten war sie flach und rechteckig mit wuchtig breiten Bügeln. Dann zeigte sie sich als Nerd-Brille, immer noch mit dickem Rand, jetzt aber rund nach unten ausgebeult wie der Po einer geliebten alten Trainingshose. In letzter Zeit ist die schwarze Brille sehr kreativ geworden: Es gibt sie nun rund, rechteckig, groß, klein oder als Schmetterling. Zeit also, einmal die Frage zu stellen: Wem steht sie eigentlich, die schwarze Brille?

Auf die Augenbrauen kommt es an

Andrej Radonic, Vorstand www.intersales.de

Andrej Radonic, Vorstand http://www.intersales.de

Die flache gerade Variante ist ganz bestimmt ein Instrument des Trend-Teufels, das er ausgesandt hat, um zarte Blondinengesichter zu verwüsten. Was Farbe und Wuchtigkeit des Modells nicht zerstören können, das erledigt die oben gerade abgeschnittene Form: Sie zerlegt die Augenpartie in zwei Ebenen. Da geht nicht einmal die Gleichung „häßlich = klug aussehend“ auf. Frauen mit hellen Haaren und feminin geschwungene Augenbrauen sollten sich also vor diesem Modell hüten. Aber haben Sie vielleicht einen Mann, der ein bisschen kurzsichtig ist? Mit dunklen Haaren und geraden Augenbrauen? Dann kaufen Sie ihm so eine Brille! Für diese Typen ist sie nämlich gemacht. Bei ihnen sieht sie immer so gut aus wie auf der Nase von Andrej Radonic im Bild links.

Für jedes Gesicht die passende Form

Die Nerd-Brille funktioniert gut an schmalen Köpfen. Große rechteckige Formen sind günstig für runde, volle Gesichter. Und schwarze Schmetterlingsbrillen sind auf feminine Weise schick an … dunkelhaarigen Frauen! Da macht es „Klick“, oder?

Ljubica Kenk, Inhaberin www.vomfass-koeln.de

Ljubica Kenk, Inhaberin http://www.vomfass-koeln.de

Was wir uns direkt ins Antlitz setzen, sollte zu etwas passen, das schon von Natur aus dort wohnt. Die Haarfarbe ist – sofern sie echt ist – ein guter Ansatzpunkt. Schönes Beispiel: Ljubica Kenk und ihre Brille führen eine richtig gute Beziehung.

Alle Blondinen und Brünetten, die nach dieser Betrachtung jetzt eine neue Sehhilfe wollen, möchte ich ermutigen, durch die schwarze Brille hindurch zu schauen: Was sehen wir auf der anderen Seite? Neue Trends! Jetzt kommen verstärkt Rot, Apricot, Taupe und transparente Materialien. Alles, was transparent ist, ist leichter und bei zarten Gesichtern deshalb schöner. Das gilt sogar für Apricot: Als Bluse oft fatal, aber direkt im Gesicht – schmeichelhaft!


Neon mit Köpfchen

Haben Sie auch diesen Sommer hin und wieder ein Kleid oder eine Bluse – quasi im Alleingang – über die Straße gehen sehen? Dann hatte das Teil sicher eine der folgenden Farben: Phosphor-Grün, Leucht-Limone, oder ein Orange-Rosa wie von einem Hummer, der einen ganzen Schwarm Glühwürmchen gefressen hat. Und ging es Ihnen auch so, dass Sie das Gesicht über den Neonfarben kaum wahrgenommen haben, fast so als würde der Kopf unter dem Arm getragen?

Die Redensart „den Kopf unter dem Arm tragen“ bedeutet soviel wie „schwer krank sein und trotzdem weitermachen“. Sie passt insofern auf Menschen, die großflächig Neon tragen, als deren Gesicht schlicht hinter so viel schriller Farbe verschwindet – oder eben sehr krank und blaß wirkt. Es gibt nur wenige Frauen – oder Männer – die ihre Vitalität gegen das schrille Leuchten behaupten können.

Das Leuchten hat eine Message
Dabei ist Neon eigentlich sehr schick, sehr witzig und sprechen kann es auch. So sagt zum Beispiel fluoreszierendes Gelb am Körper jedem Menschen im Umkreis von 100 Metern: „Siehst du! Ich habe keine Angst, aufzufallen!“ Und ein Pink, das selbst Barbie das Fürchten lehren kann, ist das optische Statement für jede emanzipierte Frau. Neon macht einfach Spaß, weil es sämtliche konservativ-bürgerlichen Farbregeln für Damen auf den Kopf stellt.

In kleinen Dosen ist Neon belebend!

In kleinen Dosen ist Neon belebend!

Wie können wir also Neon zu tragen und gleichzeitig das Gesicht wahren? Auf die Dosierung kommt es an. Mein Vorschlag: Neonfarben in kleinen Dosen einsetzen. Als kleiner Farbakzent steht es nämlich erstaunlich vielen Menschen – vor allem solchen mit hellen Augen – sehr gut. Auch wenn Sie bisher glaubten, Neon geht gar nicht für Sie, probieren Sie es doch jetzt mal mit einer kleinen Prise! Zum Beispiel in Form eines Shirts, das unter Pulli oder Jacke aufblitzt, in einem Muster oder als Accessoire. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass es Ihrem Gesicht nicht schadet, tragen Sie die Akzente von der Taille an abwärts.

Eine Prise Sommer für den Herbst
Besonders zu Kleidung in gedeckten Tönen, wie sie zum Herbst hin wieder die Kleiderständer in den Geschäften füllen, sieht Neon super aus! So können Sie den Sommer mitnehmen in die anstehenden trüberen Jahreszeiten. Im November sorgen neonfarbene Accessoires zudem für mehr Verkehrssicherheit: Eine neongelbe Tasche zum Anthrazitgrauen Mantel verhindert, dass Sie bei Regen und Dämmerung von Autofahreren übersehen werden. Niemand möchte übrigens gerne Fußgänger anfahren. So gesehen hilft Neon auch noch, Schuldgefühle und schlechtes Karma zu verhindern.

Worauf warten Sie? Stürmen Sie die Läden, Neonteile gibt es jetzt reduziert!


Füßeln mit Stil – so geht’s!

Für eine Frau ist der Beginn des Sommers oft durch schmerzende Blasen an Zehen und Fersen gekennzeichnet. Barfuß in Sandaletten ist sexy, barfuß in Pumps immer noch cool. Wenn das nur mal jemand den Füßen erklären würde! Ich verstehe, dass da viele zu diesen fleischfarbenen Mikro-Söckchen aus Nylon greifen und den ganzen Sommer nicht mehr davon loskommen.

Was ist sexy am Fuß und was nicht?
Füßlinge – so der korrekte Produktname – können uns durchaus helfen, auch an den Extremitäten cool und sexy auszusehen – vorausgesetzt sie werden richtig getragen.

Welcher Fuß ist hübscher?

Welcher Fuß ist hübscher?

Bei einer ungeschickten Handhabung treten folgende Symptome auf: verdächtig mattierende Schleier über eigentlich funkelstrahlend lackierten Zehennägeln, eine gewisse Zweifarbigkeit des Fußes und häßliche Streifen an Stellen, wo nach der Logik des Schuhmodells ganz bestimmt keine Riemchen sein sollten. Die richtige Anwendung zeigt sich daran, dass man nur den Schuh und sonst gar nichts sieht! Bei Sandaletten ist das allerdings zugegebenermaßen nicht zu schaffen.
Da hilft nur eins: Seinlassen!

Füßli in Sandalen oder Schläppchen sehe ich zu meinem Schrecken dennoch immer öfter. Und zwar nicht nur bei solchen Frauen, die in Bezug auf ihr Äußeres die Last ästhetischer Ansprüche offensichtlich schon ganz abgeworfen haben. Kürzlich habe ich in Berlin (!) an einer jungen (!) hippen (!) Frau folgendes gesehen: Zu Schiebermütze, Tanktop und löchriger Jeans trug sie lässige Nieten-Clogs mit fleischfarbenen Füßlis …

Kleine Psychologie des Füßlings
Allein davon, dass sich etwas besser anfühlt, wird es doch noch lange nicht unsichtbar!Wenn es wirklich um Fußkomfort geht, würde ich statt Füßlingen gleich Joggingschuhe oder Wandersandalen empfehlen. Die sind wenigstens wirklich bequem und sehen – wenn sie konsequent gestylt werden – immer noch stimmiger aus. Aber was ist, wenn es bei den Füßlingen in Sandaletten um noch etwas ganz anderes geht? Nämlich um die Lust am Regelverstoß? Fühlen Sie sich angesprochen? Dann probieren Sie folgendes: Tragen Sie doch gelegentlich – natürlich nur in den eigenen vier Wänden – so etwas wie zum Beispiel Puschel-Puschen mit Tierohren. Die sind herrlich weich und warm und ein Super-Ventil für den ganz menschlichen Trieb zum heimlichen No go.